Communications

 

AUSTAUSCHPROJEKT MURISTALDEN;HANOI. QUELLE BZ
 BZ
«In Vietnam wird alles grösser sein»

Nudelsuppe zum Frühstück, Töfflawinen und Gymnastik für alle zum Unterrichtsbeginn: Zehn Schüler des Campus Muristalden lernen die nächsten vier Wochen in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi.

Ob es in Hanoi wohl Weissmehl gibt? Und: Hat meine Gastfamile einen Backofen? Fragen, die sich Lorenz Müller wenige Tage vor Abfahrt nach Südostasien stellen. Denn er plant, seine Gastgeber mit einer Züpfe zu beglücken. Er ist einer von zehn Schülern des Campus Muristalden, die gestern Morgen nach Vietnam abgereist sind. In die pulsierende Hauptstadt Hanoi, wo drei Millionen Menschen wohnen und wo über eine Million Motorräder durch die Strassen brausen.

Bereits E-Mail-Kontakt

Jeweils in der Sekunda müssen die Schüler des Muristaldens einen Fremdsprachenaufenthalt absolvieren. Zum zweiten Mal können sie dies nun in Hanoi. Jeder Schüler ist in einer Gastfamilie untergebracht. Dabei handelt es sich um ein Wirtschaftsgymnasium mit 2700 Lernenden. «Alles wird viel grösser sein als hier», stellt sich die 16-jährige Schülerin Ayse Mathey vor. Und es werde garantiert lauter und lebendiger. «Wir werden wohl kaum für längere Zeit mal alleine sein können», sagt sie. Ayse Mathey hat mit Schülern des letzten Austausches gesprochen: «Sie haben mehrheitlich Positives erzählt.»

«Unsere Schüler sollen selber erfahren, dass es auf der Welt noch andere Lebensstile und -situationen gibt», erklärt Lehrer Patrick Keller, der zusammen mit einem Team den Austausch organisiert. Es solle keine Kulturreise, sondern eine Horizonterweiterung und Sensibilisierung der Kulturen für beide Seiten sein. Es sind denn auch schon Schüler aus Hanoi in die Schweiz gekommen. Mit ihnen sei eine andere Klasse neben den Schulbesuchen in der Schweiz herumgereist, sie hätten Fondue gegessen und seien sogar vom vietnamesischen Botschafter eingeladen worden. «Werden wir auch in die Botschaft eingeladen?», erkundigt sich Ayse Mathey. «Vielleicht», meint dieser, worauf die Schülerin sich überlegt, ob spezielle Kleider erwünscht seien.

Schweizer Inputs

Damit Schweizer und Vietnamesen mehr über das andere Land erfahren, werden die Austauschschüler kleine Vorträge über Schweizer und Berner Eigenheiten halten, so genannte Swiss Inputs. Auf Englisch natürlich. Dies sollte ihnen keine Probleme bereiten, besuchen sie im Muristalden doch einen zweisprachigen Lehrgang. Und für die Nachmittage – sie sind alle schulfrei – haben sie Recherche-aufträge. Die Resultate wollen sie auf einer Homepage publizieren (siehe Kasten). «Selbstverständlich werden wir auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besuchen», sagt Keller. So steht eine Reise in die Berge nach Sapa auf dem Programm, wo die bekannten Reisterrassen zu sehen sind.

«Eigentlich ist der Tagesablauf meiner Gastschwester nicht viel anders als meiner», meint Ayse Mathey. Die Hanoierin stehe morgens auf und gehe zur Schule und mache danach mit Freunden ab. «Das mach ich ja auch», meint Ayse Mathey. Lehrer Keller interveniert: «Etwas anders wird es sicher schon. Der Unterricht beginnt jeden Morgen für alle mit Sportunterricht im Hof – bei gehisster Nationalflagge.» Rémy Kappeler

Während ihres Aufenthalts führen die Austauschschüler einen Weblog. Darin werden sie die Resultate ihrer Recherchen publizieren. Die Themen: Sagen & Legenden, Aberglaube & Hokuspokus, Religion & Volksglaube, Bildung & Bilder, Ethnische Minderheiten. «Wir hoffen, dass wir mit dem Aufdatieren keine Mühe haben, da wir alles aus Internetcafés machen müssen», sagt Lorenz Müller. Da er keine Ahnung über die Ausrüstung der Computer habe, sei dies eine neue Herausforderung.kap

 

 
Offre d'emploi - Ce blog de voyage dans vos favoris - Créer un carnet de voyage - Forum voyage
Copyright top-depart.com ©2003-2007 Tous droits réservés
www.carnet-de-voyage.fr - Affiliation Voyage- Soutien scolaire- Comparatif ADSL
- Travel Blog- Guide de voyage